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Diagnostik:






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Hormonuntersuchungen:

Ursache vieler verschiedener gynäkologischer Krankheitsbilder sind Störungen im Hormongleichgewicht. Heute können wir viele dieser Erkrankungen hormonell abklären und entsprechende Therapien vorschlagen. Wichtig ist es, die Zyklusphasen für die Hormonbestimmungen genau zu beachten. Gelegentlich sind besondere Provokationsteste notwendig, um Störungen im Hormongleichgewicht aufzuspüren.





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Die Samenuntersuchung:

Die Untersuchung des menschlichen Spermas muss heute standardisiert nach den Richtlinien der WHO vorgenommen werden. Wichtig sind wiederholte Untersuchungen (nach 2-5 Tagen Karenz), da Spermiogrammwerte stark schwanken können. Immer sollte auch eine morphologische, d.h. eine Untersuchung auf die verschiedenen Formen der Spermien erfolgen. Diese Untersuchung erfordert das Einfärben der Präparate und viel Erfahrung. Allerdings sind Spermiogrammwerte immer mit etwas Vorsicht zu betrachten. Sie sollten durch Funktionsteste ergänzt werden, z.B. wie es den Spermien gelingt, in den Gebärmutterhalsschleim einzuschwimmen. Auch bei manchmal schlechten Spermiogrammen gelingt es doch oft vielen Spermien im Gebärmutterhalsschleim zu überleben. Die Befunde müssen dann anders gewichtet werden. Heute werden 20 Millionen Spermien in einem Milliliter Samenflüssigkeit von der WHO als normal angesehen (unterer Grenzwert). Mindestens 40-50% der Spermien sollten sich bewegen, davon 50% mit gutem Raumgewinn, und min. 40 % sollten normal geformt sein. Allerdings wissen wir, dass 20 Millionen Spermien in einem ml Samenflüssigkeit schon eine eingeschränkte Fertilität bedeuten (Bonde et al. 1998, Lancet).





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Das begleitende psychotherapeutische Gespräch:

Die Zusammenarbeit mit psychologischen Kollegen bietet Ihnen eine kompetente Beratung. Oft ist die Belastung durch den ungewollten Kinderwunsch sehr hoch und auch die Anstrengungen der Therapie kosten Kraft. Manchmal ist es das einmalige Gespräch mit Fachleuten, die Ihnen helfen, die richtigen Fragen zu stellen und die Ihnen neue Bewältigungsstrategien aufzeigen. Ob "der Kopf" auch die Ursache des ungewollten Kinderwunsches sein kann, ist unter Fachleuten umstritten.





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gynäkologisch-andrologische Gemeinschaftssprechstunde

Basis der gesamten Therapieplanung bei unerfülltem Kinderwunsch ist eine gynäkologisch-andrologischen Sprechstunde, die gemeinsam von einem Fortpflanzungsmediziner und einem Männerarzt, Andrologen, gehalten wird. Wir sprechen hier auch immer von Ehesterilität, da es sehr problematisch ist, einen Verursacher der ungewollten Kinderlosigkeit zu bestimmen. Nur in einer Gemeinschaftssprechstunde können die Interaktionen, sowohl physischer als auch psychischer Art untersucht und besprochen werden. Denn es zählen nicht nur leblose Befunde, wie z.B. ein einzelnes Spermiogramm (s.o.) oder ein Hormonwert, sondern die Gesamtheit der Befunde in der besonderen Situation des Paares.
Nur so lässt sich der Grad der Therapie im Crescendo der Möglichkeiten zur modernen Kinderwunschtherapie festlegen. Denn es gilt sowohl eine Übertherapie als auch eine Untertherapie zu vermeiden.